Ist der Mensch ein Tier? Und wenn ja: Warum soll er nicht tun dürfen wie andere Raubtiere? Worin denn unterscheidet sich der Mensch von Tieren, dass wir uns die Frage stellen, ob und wie wir Tiere nutzen sollen? Gibt es eine sanfte Art des Nutzens, einen fairen Deal? Ist individuelles moralisches Verhalten zwingend auch ethisch gültig? Wie lässt sich eine Ethik des menschlichen Umgangs mit anderem Leben überhaupt begründen und entwickeln? Und inwiefern wäre es dabei wichtig, die ethische Haltung nicht nur gegenüber bestimmten Tieren zu prüfen, sondern gegenüber allen Tieren, ja: auch allen Pflanzen?

Zu solchen Fragen nehmen 39 Autor/innen Stellung, aus so unterschiedlichen Blickwinkeln wie: Bauernverbandspräsident oder veganer Philosoph, Nutztierethologin oder innerkirchliche Tierschutzaktivistin, vegetarische Hühnerhalterin oder Amtstierarzt, Fischereiinstruktor oder Schauspielerin, artgerechter Stallbauprofessor oder rücksichtsvoll reitende Bauerntochter. Jeder Beitrag ist individuell illustriert.

Dieses Buch liefert keine fixen Antworten, und erst recht keine einheitlichen. Aber es gibt Anstösse für Menschen, die das Bohren solcher Fragen spüren und ihm in die Tiefe nachgehen wollen. Verunsicherung ist garantiert, Veränderungen sind nicht ausgeschlossen.